Jennifer Angersbach – Kursleiterin der Personzentrierten Weiterbildung
Mein Weg in die Beratung war nicht wirklich gerade. Ich war Schauspielerin, Sozialpädagogische Fachkraft in der Flüchtlingshilfe, Erziehungswissenschaftlerin in der sozialpädagogischen Familienhilfe, Einrichtungsleiterin in einer Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität. Und irgendwann habe ich gemerkt: Was mich an all diesen Stationen wirklich interessiert hat, waren nie die Strukturen oder die Konzepte. Es waren immer die Menschen. Ihre Geschichten. Die Momente, in denen jemand aufblüht, wächst – weil er oder sie endlich wirklich gehört und verstanden wurde.
Genau das hat mich zum Personzentrierten Ansatz nach Carl Rogers geführt. Und genau das hält mich bis heute dabei.
Was ich mitbringe
Ich bin ausgebildete Personzentrierte Beraterin nach den Richtlinien der GwG e.V. und zertifizierte Kursleiterin für die Personzentrierte Weiterbildung – die Kursleiter-Zertifizierung habe ich bei Meike Braun in Langenfeld erworben. Außerdem bin ich Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB) und seit 2020 gewähltes Mitglied im Regionenrat Ruhrgebiet der GwG e.V.
Seit Oktober 2024 biete ich die Weiterbildung eigenverantwortlich an – und seit 2021 bin ich für den Bereich Social Media und Podcast der GwG e.V. zuständig, ab Herbst 2026 werde ich auch den Newsletter der GwG e.V. gestalten und versende. Ich bin also nicht nur in der Praxis zu Hause, sondern auch in der Fachgemeinschaft aktiv.
Studiert habe ich Germanistik und Erziehungswissenschaft, mit den Schwerpunkten Soziolinguistik und Psychologie. Was mich geprägt hat: die Jahre in der direkten Arbeit mit Menschen – in der Jugendhilfe, in der Beratungsstelle, als der Einrichtungsleitung. Das war nicht immer leicht. Aber es hat mir ein Verständnis für psychosoziale Wirklichkeiten gegeben, das kein Lehrbuch ersetzen kann.
Warum ich so sehr an diesen Ansatz glaube
Ich habe viele Methoden kennengelernt. Und ich schätze viele davon. Aber der Personzentrierte Ansatz ist der einzige, bei dem ich die Erfahrung gemacht habe: Mehr braucht es nicht.
Sobald ich in Sitzungen mit Hausaufgaben, Übungen oder auch Fachwissen arbeite geht etwas ganz Wichtiges verloren, die Personzentrierung. Meist sind das Sitzungen in denen das Gegenüber nicht das Gefühl hat etwas gelernt, verstanden zu haben oder gewachsen zu sein.
Rogers hat nicht behauptet, dass Beratung dann wirkt, wenn die Fachkraft klug genug ist. Er hat beschrieben, unter welchen Bedingungen Menschen sich selbst wieder finden. Das ist ein Unterschied, der alles verändert – wie man zuhört, wie man fragt, wie man schweigt.
In meiner Praxis erlebe ich das täglich. Und in der Weiterbildung sehe ich es immer wieder: Wie Menschen beginnen, anders zuzuhören. Nicht weil sie eine Technik gelernt haben, sondern weil sie etwas verstanden haben, das vielleicht schon immer in ihnen war – nur noch nicht so klar. Aber oft berichten die TeilnehmerInnen von eine Art "Aufatmen", weil das, was sie schon länger als richtig fühlten plötzlich einen Namen hat und sie gleichzeitig verstehen, was 'übliche Kommunikation' oft so anstrengend und frustrierend werden lässt.
Wie ich Weiterbildung gestalte
Ich bin keine Kursleiterin, die sich hinter einem Curriculum versteckt. Ich bringe mich ein mit meinen Erfahrungen, meinen Fragen, auch meinen Momenten des Zweifelns. Denn ich glaube, dass eine Weiterbildung, die echte Begegnung lehren will, selbst ein Ort echter Begegnung sein muss.
Die Kursblöcke sind didaktisch so aufbereitet, dass wir uns als Gruppe vieles selbst erarbeiten. Ich bringe Übungen, Impulse, Anregungen mit und bin selbst immer wieder üerrascht, wie gut es gelingt durch Reflexion und Austausch sich das Wissen selbst zu erarbeiten. Genau dieses "Lernen durch Erfahrung" ist bereits Teil des personzentrieten Ansatzes und der humanistischen Haltung.
Noch ein bisschen mehr über mich
Ich bin Autorin von drei Therapieromanen: „Das Herz denkt nicht, es fühlt”, „Wenn das Herz denkt” und „Das Herz heilt, wenn es fühlt” und betreibe den Podcast „Lieblingssternenstaub". Seit 2024 bin ich außerdem Teil der Entspannungshelden Anti-Stress-App, wo ich Kurse zu Themen wie Bindung, Selbstliebe und Paarbeziehung anbiete.
Und seit 2012 bin ich Vorstands- und Ensemblemitglied des Theater Narrenschiff e.V. – weil mich das Schauspiel nie ganz losgelassen hat. Vielleicht, weil Beratung und Theater mehr gemeinsam haben, als man auf den ersten Blick denkt: In beidem geht es darum, wirklich präsent zu sein.
Wenn du mich besser kennenlernen möchtest, bevor du dich entscheidest – schau gern in meinen Podcast oder auf www.jennifer-angersbach.de. Und wenn du Fragen hast: Schreib mir einfach.
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